Therapie
30.03.2026
Zwischen Versorgung und Wirtschaftlichkeit
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Selbstzahlerleistungen & Trainingsfläche in der Physiotherapie
Für die meisten Physiotherapiepraxen bilden Vergütungen durch die Krankenkassen die Haupteinnahmequelle. In Ergänzung dazu gibt es vielerorts Selbstzahlerleistungen, bei denen die Preise selbst festgelegt werden können. Immer beliebter werden auch Trainingsbereiche, in denen Patienten nach Abschluss der Therapieeinheiten als Kunden oder Mitglieder verbleiben. Durch eine Stärkung dieser beiden Segmente können sich Praxen wirtschaftlich besser aufstellen und neue Investitionspotentiale schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Werfen wir mithilfe des Branchenreports Physiotherapie 2025 einen näheren Blick auf die beiden Bereiche.
Selbstzahlerleistungen
Fast vier von fünf Praxen haben einen Selbstzahlerbereich. In Bezug auf die Leistungen (auf Privatrezept und/oder angebotene Dienstleistung) werden Klassische Massage, Physiotherapie und Klassische Rückenmassage in über 60% der Praxen angeboten. Im Durchschnitt bietet jede Einrichtung 5,5 verschiedene Leistungen an. In diesen Bereich fallen auch Therapiezeitverlängerungen, die gegen einen Aufpreis gebucht werden können.
Trainingsfläche
Eine weitere Leistung, die auf Rezept oder gegen Selbstzahlung in Anspruch genommen werden kann, ist die Trainingstherapie auf einer entsprechenden Fläche. Laut den aktuellen Zahlen verfügt fast jede dritte Praxis über einen Trainingsbereich. Hier findet nicht nur Therapie statt, sondern in immer mehr Praxen trainieren (ehemalige) Patienten als Mitglieder oder Selbstzahler ergänzend bzw. weiter (im Schnitt 37 Personen, davon 23 als Selbstzahler).
Der erhobene Monatsbeitrag befindet sich in einer Spanne zwischen 25,– und 110,– Euro. Der Durchschnittbeitrag beläuft sich auf 51,57 Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr (45,21 Euro) um 6,36 Euro oder rund 14 Prozent erhöht. Mit Blick auf die Inflation und die steigenden Energiepreise sowie Mitarbeiterlöhne ergibt sich hier ein nachvollziehbarer Erklärungsansatz.
Neben dem Monatsbeitrag gibt es weitere Alternativeinnahmen, wie z.B. Einmalzahlungen pro Trainingseinheit oder 10er-/12er-Karten.
Redaktion
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